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Die Dorngrasmücke

Wer in diesen Tagen mit offenen Augen und Ohren in der Natur wandert, der kann mit etwas Glück eine Dorngrasmücke beobachten. Hierbei handelt es sich entgegen ihres Namens nicht um ein Insekt, sondern um eine 13-15cm große Singvogelart in der Ordnung der Sperlingsvögel. Was der Name jedoch richtig wiedergibt, ist der bevorzugte Lebensraum, denn Dorngrasmücken benötigen Dornenhecken in offener Graslandschaft, sie sind aber auch an Waldrändern oder Bahndämmen anzufinden. Das Männchen ist dabei sehr gut am grauen Kopf, dem weißen Augenring und der weißen Kehle zu erkennen, deren Federn sich beim Gesang typischerweise kropfartig aufstellen. Die Flügelenden (Schirmfedern) sind rostbraun gefärbt. Das Weibchen hat hingegen einen braungetönten Kopf und ist eher selten zu beobachten. Dorngrasmücken bauen ihre Nester bodennah im Schutz von Dornenbüschen und Gestrüpp und bebrüten in der Regel 4-5 Eier. Verschiedene Warten in der Nähe des Nestes werden vom Männchen regelmäßig angeflogen, der Gesang besteht aus schnellen kurzen sich wiederholenden Tonfolgen. Die Ernährung besteht vorwiegend aus weichfleischigen Insekten, gelegentlich auch aus Beeren. Während die Männchen gerne auf den exponierten Stellen wie Buschspitzen oder herausragenden Dornentrieben singen, sind sie mit einem einfachen Fernglas oft bereits von Feldwegen aus sehr schön zu beobachten. Die Dorngrasmücke gilt derzeit als nicht als gefährdet, doch gab es Anfang der Siebziger Jahre einen heftigen Bestandseinbruch, von dem sie sich bis heute nicht vollständig erholt haben. Auslöser war eine schwere Dürre in der Sahelzone, wo die Tiere überwintern. Heute gilt es vor allem, ihren Lebensraum in unseren heimischen Brutgebieten zu erhalten und die offene Landschaft nicht weiter auszuräumen, sondern durch Dornenhecken und Feldrandgehölze aufzuwerten. Bekannte andere Grasmückenarten sind die ähnlich aussehende Klappergrasmücke (kürzerer Schwanz, hellere Brust, dunkle Beine), die Gartengrasmücke und die Mönchsgrasmücke.

Die Bilder entstanden auf einem naturnahen Grundstück im Weinberg von Bad Langenbrücken.



Dorngrasmücke (Foto: Lorch)



Dorngrasmücke (Foto: Lorch)



Dorngrasmücke (Foto: Lorch)

 

   

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